Vitalismus und Pathologie by Dr. Bernh. Fischer (auth.)

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Aber trotzdem sehe ich bei den heutigen Fortschritten in der Vererbungslehre wirklich keinen Grund mehr von mechanistischen Denkunmoglichkeiten zu reden. Auf die schwierige und so viel umstrittene Frage der Vererbung erworbener Eigenschaften kann hier nicht naher eingegangen werden, es soll nur betont werden, daB auch sie dem mechanistischen Verstandnis keine grundsatzlichen "Denkunmoglichkeiten" darbietet. Die scharfsinnigen Analysen der Frage durch W. Roux, die mnemischen Erregungen S e mo n s, die hormonalen Beeinflussungen des Stoffwechsels als der Grundlage der Lebensvorgange, das Prinzip der virtuellen Verschiebungen (J ackmann), die Tatsache der sensiblen Periode der Keirnzellen (Tower) - all das sind Hinweise auf Erklarungs- und besonders Forschungsmoglichkeiten irn Sinne der mechanistischen Aufklarung.

Diese Erkenntnis, die heute einwandfrei erwiesen ist, fehlte noch vollig vor wenigen J ahrzehnten, und daraus mochte ich es auch erklaren, daB H. Driesch die friiher ihm naher liegende Auffassung der Gestaltung aus chemischen Prozessen 1 ) wieder fallen lieR Heute laBt sich diese Auffassung ganz anders stiitzen und beweisen. Die ganze experimentelle Entwicklungslehre ist heute eine Kette von Beweisen dafiir, daB nicht irgend ein vitalistisches Prinzip die Formbildung beherrscht, sondem immer nur die Struktur des Ausgangsmaterials.

Schon eine klare und erschopfende Definition des "Lebewesens" zu geben maeht die greBten Schwierigkeiten. Roux betont (1923), daB wir zur Zeit von den Lebewesen weder eine zureichende chemische noch eine physikalische, sondern nur eine zureichende "charakterisierende" funktionelle Definition geben konnen. Danach sind die Lebewesen Naturkorper, welche "dureh qUalitative Selbsttatigkeit" und unter Selbstregulation aller Leistungen sowohl im Wechsel des Stoffes, der Energie, der Form und der Person als auch in gewissem qualitativen Wechsel der auBeren Verhaltnisse (hier durch direkte Anpassung) sich eine Zeitlang in ihrer Eigenart erhalten kennen, also "dauerfiihig" sind.

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