Portugiesische Migrationen: Geschichte, Repräsentation und by Teresa Pinheiro

By Teresa Pinheiro

Eleven Identitat (Motte/Ohlinger 2004) zu betrachten. Das Jahr 2004 schien geeignet, diese Forderungen offentlich zu vertreten, denn seit der Ankunft des millionsten Gastarbeiters waren genau vierzig Jahre vergangen. Den Jahrestag nahm das Dokumentationszentrum und Museum uber die Migration in Deutschland e. V. (DOMiD) zum Anlass, eine Erinnerungsveranstaltung zu organisieren, die von einer Tagung mit dem Titel Armando Rodrigues de Sa. Der millionste Gast- beiter, das Moped und die bundesdeutsche Einwanderungsgesellschaft. 1964- 2004 - Von festlichen Anfangen und alltaglichen Herausforderungen" begleitet struggle. Die Veranstaltung fand im September 2004 am Bahnhof Koln-Deutz statt, auf dem Ankundigungsplakat prangte das Foto der damaligen Szene mit - mando Rodrigues de Sa und seinem Moped. Dieser - und mit ihm metonymisch die gesamte Einwanderungsgesellschaft - fanden damit ihren Platz in der deut- four schen Erinnerungskultur. three Portugal: Vom Aus- zum Einwanderungsland? Die damaligen Zeiten sind vorbei - auch in Portugal. Die tremendous Auswan- rung der sechziger und siebziger Jahre erreichte 1970 ihren Hohepunkt, um ab Mitte der siebziger Jahre spurbar zu sinken. Andererseits stieg die Zuwanderung auslandischer Arbeitnehmer nach Portugal kontinuierlich an, used to be Politik und Offentlichkeit zur Annahme hinriss, Portugal habe den Wandel von einem A- zu einem Einwanderungsland vollzogen. Nichts erschiene logischer. Portugal hatte durch die Nelkenrevolution am 25. April 1974 mit der langen Diktatur von Oliveira Salazar und Marcello Caetano gebrochen.

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H. die Einwanderer stammten zum größten Teil (76% 1999 und 77% 2000) aus portugiesischsprachigen Ländern (den PALOP und Brasilien). Die übrigen Ausländer verteilten sich auf über hundert Herkunftsländer, wobei keines davon eine statistisch relevante Anzahl vorwies. Daraus lässt sich also schließen, dass bis in die neunziger Jahre die Einwanderung in Portugal gering war und auf Portugals koloniale Vergangenheit, das heißt historische, kulturelle und wirtschaftlichen Beziehungen mit den lusophonen Ländern, zurückzuführen war.

Dies entsprach 12,1% der in der BRD Erwerbstätigen, die aus anderen Staaten stammten, und 40% der aus EU-Staaten entsandten Arbeitnehmer (Wortmann 2003). Demgemäß war Portugal der EU-Staat, der die meisten Arbeitskräfte nach Deutschland entsandte. Andere Autoren kritisieren an dieser Statistik die Tatsache, dass sie nur die Personen berücksichtigt, die sich legal in Deutschland aufhielten. 000), die illegal am ‚Aufbau Ost’ mitwirkten (Gago/Vicente 2002: 212). 7 Diese neue Mobilität ist zum einen das Ergebnis des rechtlichen Rahmens, der mit Portugals Beitritt zur EWG die Beziehungen zwischen Portugal und seinen europäischen Nachbarn neu regelte; zum anderen resultiert sie aus Einschränkungen in der Migrationsgesetzgebung seitens der klassischen Zielstaaten portugiesischer Auswanderung.

Die portugiesische Emigration 8 35 Bibliographie Baganha, Maria Ioannis (1993): „Principais Características e Tendências da Emigração Portuguesa“ in: Estruturas Sociais e Desenvolvimento. Actas do II Congresso Português de Sociologia. Lisboa: Fragmentos, 819-835. ), A Economia em Curso. Contextos e Mobilidade. Porto: Afrontamento, 63-86. Baganha, Maria Ioannis / Góis, Pedro (1998/1999): „Migrações internacionais em Portugal: o que sabemos e para onde vamos“ in: Revista Crítica de Ciências Sociais, 52/53, 229-280.

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