Kompetenzerwerb im Sportverein: Empirische Studie zum by Nils Neuber

By Nils Neuber

In der gegenwärtigen Bildungsdebatte setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass das Lernen von Kindern und Jugendlichen nicht allein auf staatliche Institutionen, wie Kindertagesstätten und Schulen, begrenzt ist. Vielmehr rücken neben formalen Bildungsmodalitäten zunehmend non-formale und informelle Lernprozesse in den Fokus. Sportvereine werden dabei bislang weitgehend ausgeklammert. Das ist umso erstaunlicher, als über eighty% aller Jugendlichen über Vereinserfahrung verfügen. Für diesen Band wurden erstmalig Sportvereine auf die Möglichkeiten und Grenzen informellen Lernens untersucht. Über ein mehrschrittiges qualitatives Untersuchungsdesign konnten zahlreiche Bildungsprozesse im Sinne des informellen Lernens rekonstruiert werden. Sportvereine bieten Jugendlichen tatsächlich zahlreiche Gelegenheiten zum Erwerb personaler und sozialer Kompetenzen.

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Praxisbuch Energiewirtschaft: Energieumwandlung, -transport und -beschaffung im liberalisierten Markt

Dieses Buch stellt technisches und wirtschaftliches Wissen ? ber die Energiewirtschaft zur Verf? gung - vor allem f? r die Entwicklungsphase von Energieprojekten. Es behandelt folgende Themen: Die Gewinnung von Prim? renergie und die Preisbildung im Wettbewerbsmarkt Die Beschaffung leitungsgebundener Energie im liberalisierten Markt und die Funktionsweise der Energieb?

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Die Auswahl der Gesprächspartner erfolgt einerseits aufgrund von inhaltlichen Überlegungen. Ausgewählt werden jene Jugendlichen, die in den Gruppendiskussionen Kompetenzen benennen und in die Diskussion einbringen, denen von den Jugendlichen besondere Bedeutung zugesprochen wird (häufige Nennung). Andererseits spielen pragmatische Aspekte eine Rolle. Es sollen jene Jugendliche für ein Einzelinterview gewonnen werden, die bezüglich ihres Reflexions- und Kommunikationsvermögens positiv auffallen.

Zur Beschreibung von Sozialräumen werden verschiedene Dimensionen sozialräumlicher Entfaltung definiert. Dazu gehören die Besetzung von Räumen als ihre physische und soziale Inanspruchnahme, das Gleichaltrigen-Netzwerk als soziale Ressource zur Aneignung von Räumen, spezifische sozialräumliche Aktivitäten und Themen sowie die sozialräumlichen Ressourcen, die sich aus der Nutzung von Sozialräumen ergeben (Reinders, 2003, S. 122-124). Insbesondere der Gleichaltrigengruppe kommt als sozialräumlicher Lernort zentrale Bedeutung zu.

Dadurch wird vermehrt die Perspektive von Subjekten und damit „die Qualität von Räumen“ in den Vordergrund gerückt, die „immer erst durch die in ihnen liegenden (neuen) Möglichkeiten zu sozialen Räumen“ werden (Deinet, 2006, S. 48). Unter Rückgriff auf die materialistische Aneignungstheorie (Leontjew, 1973) wird das Sich-Aneignen von sozialen Räumen als „tätige Auseinandersetzung des handelnden Subjektes mit der Umwelt“ verstanden (Deinet, 2002, S. 34), die über die Selbstinszenierung im öffentlichen Raum letztlich auch zu einer aktiven Gestaltung von Räumen durch eigene Symbole führt (vgl.

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