Jerusalem. Historischer Roman by Hanns Kneifel

By Hanns Kneifel

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Der Gipfel des Puy de Dome, gut zwei Wegstunden im Westen, war in den Wolken verschwunden. Die Luft um Rutgar schien zu knistern wie vor einem Wintergewitter. Nie war er von einer solchen Stimmung umgeben gewesen. Urban holte tief Atem und schien mit sichtlicher Zufriedenheit zu erkennen, dass er noch nie vor so vielen Menschen geredet hatte. Tausende Augenpaare blieben auf ihn gerichtet. Graue Wolken schoben sich über die fahle Wintersonne. In den Händen einiger Priester glaubte Rutgar kleine Knäuel roter Bänder zu sehen.

Abt Hugo (Hugues) von Cluny, Bruder von Raimund von Toulouse und Saint-Gilles, erbaut die Benediktiner-Abtei und die Klosterkirche von Cluny in der Grafschaft Mâcon, zu ihrer Zeit die größte Kirche der Menschheit. Einer der Mönche und späterer Prior war Papst Urban II. Peter von Amiens, genannt der Einsiedel, »Kukupetros«, ca. 40, barfüßiger Prediger unklarer Herkunft, will eine riesige Anzahl armer, frommer Pilger nach Jerusalem führen. Emicho von Leiningen, Dietmar Vicomte de Melun, dessen Sohn Wilhelm, genannt der »Zimmermann«, die Priester Gottschalk und Volkmar, Walter von Poix (de Pexejo), Walter Sinehabere, Hartmann von Dillingen, Drogo von Nesle, Clarambald von Vendeuil, Thomas von La Fére und viele andere Ritter: gottlose Mitstreiter Peters von Amiens Alexios I.

Starr und würdevoll, wie Figuren auf einem Schachbrett, bewegten sich die Gäste. Für lange Augenblicke schwieg das Getuschel. Wieder neigte Erzabt Hugo das Haupt, und die Chöre der Mönche begannen zu singen, machtvoll, wie die Fundamente und Säulenstümpfe der neuen Kirche. Geistige Macht und Stolz, diese Waffen des Herrn, kennzeichneten die Abtei Cluny. Hunderte Abteien und Priorate folgten ihren Anweisungen. Der Boden, auf dem die Abtei dem Himmel entgegenstrebte, gehörte weder dem französischen Königtum noch dem Kaiserreich.

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