Interessenkonflikte in der Medizin: Hintergründe und by Klaus Lieb, David Klemperer, Wolf-Dieter Ludwig

By Klaus Lieb, David Klemperer, Wolf-Dieter Ludwig

Interessenkonflikte sind ein schwieriges Thema in der Medizin: Sehr viele Forschungsvorhaben werden vonseiten der Industrie unterst?tzt, so dass bei Publikationen schnell der Verdacht eines Interessenkonflikts aufkommt. Aber auch niedergelassene ?rzte und ihre Besucher vom pharmazeutischen Au?endienst k?nnen von solchen Konflikten betroffen sein. In dem Band werden die Hintergr?nde und L?sungsm?glichkeiten bei Interessenkonflikten aus interdisziplin?rer Perspektive beleuchtet.

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Bornstein u.  98). Tab. 1 soll hierzu eine schlaglichtartige Übersicht geben. Die Fülle an möglichen Einflüssen kann weder mit . Tab. 1 noch in den folgenden Ausführun- 3 gen ausgeschöpft werden. Wir werden uns darauf beschränken, einige Punkte besonders herauszugreifen. Wir hoffen gleichwohl, mit der folgenden Darstellung ein Gefühl dafür zu vermitteln, worin die Einflüsse genau bestehen und wie man ihnen begegnen sollte. 1 Motivierte Evaluation Menschen kommen generell mit höherer Wahrscheinlichkeit zu den Urteilen, die ihnen auch angenehm sind.

Auch in anderen Bereichen sind sekundäre Interessen in Systeme »eingebaut«, Vergütungssysteme und Mindestmengen wurden bereits 7 Abschn. 2 genannt. Ein weiteres Beispiel ist die leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM) an den Universitäten. Hier wird Leistung als Produktivität definiert, die über die Zahl der Publikationen und die Platzierung in Journalen mit hohem Impact Factor sowie das Volumen der eingeworbenen Drittmittel bestimmt wird (Deutsche Forschungsgemeinschaft 2004). Bezüglich der Publikationen stehen Wissenschaftler dadurch unter starkem Druck, eine möglichst große Zahl an Beiträgen in möglichst hochrangigen Fachzeitschriften zu publizieren.

B.  B.  a. Vernachlässigung statistischer Daten wie etwa Grundraten Verfügbarkeits-Heuristik Urteilen auf Grundlage der Leichtigkeit, mit der eine Information in den Sinn kommt Bevorzugung von Informationen, die gerade verfügbar sind, auch wenn der Grund für die Verfügbarkeit sachlich irrelevant ist Anker-Heuristik Anpassung eines numerischen Urteils an eine Vorgabe Beeinflussung durch unsinnige und invalide Zahlenvorgaben Rückschau-Fehler Unfähigkeit, die frühere Unkenntnis über ein Ereignis korrekt zu erinnern, nachdem man den Ausgang des Ereignisses kennt Überschätzung der eigenen Vorhersagefähigkeiten, das irrige Gefühl, »es immer schon gewusst« zu haben Reziprozität / Regel der Gegenseitigkeit Druck, einen ungeschuldeten Gefallen zu erwidern Starker Einfluss von Personen, die einen Gefallen erwiesen und ein Entgegenkommen gezeigt haben Commitment und Konsistenz Druck, sich im Einklang mit einem zuvor gezeigten Verhalten (bzw.

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