Im Labyrinth der Fugger: Historischer Roman by Rebecca Abe

By Rebecca Abe

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Die Gumpelzhaimerin hustete und man wusste nie, wie sich der Schwarze Tod zeigte. Er wollte nicht, dass Bianka sich ansteckte. Nicht auch noch sie. Bianka, den Namen hatte seine Frau ausgesucht, bevor sie starb, ein Jahr nachdem sie ihre beiden Söhne verloren hatten. Er wollte die Kleine rufen. Er brüllte wortlos, mit weit aufgerissenem Mund. In dem Gekreische der Wegeilenden gingen seine Laute unter. Zwischen wehenden Frauenkleidern und pelzigen Schauben entdeckte er sie endlich. Sie hockte vor einem Huckergeschäft auf dem Pflaster und kaute an etwas Rotem.

Kellenbenz verbeugte sich, wollte schon gehen, zwischen den dunklen Büschen Bianka aufklauben und schnell verschwinden. Wieder miaute es. In der Hand des Geistlichen blitzte etwas auf. Kellenbenz erstarrte. Aus dem Kuttenärmel hatte der Pater einen Dolch gezogen und schlich zu den Hagebutten. Der Patrizier lachte auf. »Lasst doch die Katze, Pater. Schade um den schönen Dolch. « Der Patrizier entwand dem Geistlichen die Stichwaffe und drehte sie in den Händen. �Ich kann sie nicht leiden, diese huschigen, selbstherrlichen Biester«, knurrte der Pater.

Ach, eine Erinnerung nur. « Barbara musterte sie ernst. �Dabei hatte ich nur Tusche verschüttet. « Ereignisse, die viele Jahre auseinanderlagen, fügten sich zusammen. Seit Tagen zog ihr ganzes Leben an ihr vorbei, sobald sie die Augen schloss. Die Erinnerungen reihten sich auf, und immer wenn ihre liebe Freundin Barbara sie wachrüttelte und zum Essen zwang, hatten die Gespinste in der Schlafkulisse Zeit, das Bühnenbild zu wechseln. Sie, Anna Fuggerin, war so unendlich müde, und ein neuer Auftritt stand bevor.

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