Handfehlbildungen: Atlas ihrer operativen Behandlung by Walter Blauth, Frank R. Schneider-Sickert (auth.)

By Walter Blauth, Frank R. Schneider-Sickert (auth.)

In den vergangenen 10-15 Jahren konnten große Fortschritte in der ope­ rativen Behandlung angeborener Fehlbildungen der Hand erzielt werden. Mehr und mehr wurde die bis dahin noch weit verbreitete Zurückhaltung gegenüber chirurgischen Eingriffen aufgegeben. Wesentlichen Anstoß zu die­ ser Entwicklung gab, zumindest im deutschsprachigen Raum, die Thalido­ mid-Katastrophe (1959-1962), in deren Verlauf eine überaus große Anzahl von Kindern mit Schäden an den oberen Gliedmaßen zur Welt kam. Die durchweg schweren, zudem sehr seltenen Deformitäten brachten eine Fülle von Problemen mit sich und stellten damit eine große Herausforderung an alle dar, die sich mit der Behandlung solcher Mißbildungen befaßten. Von hier gingen viele Impulse aus, die auf eine in Ausweitung begriffene Handchirurgie trafen und auf das Gesamtgebiet der Handfehlbildungen castle­ wirkten, mit dem sich gerade die Orthopädie seit jeher besonders eng verbun­ den fühlte. Idee und Vorarbeit zum vorliegenden Atlas reichen bis zum Jahre 1964 zurück. Seither wurden nahezu alle Operationen an mißgebildeten Händen systematisch festgehalten: Von der Hautincision bis zum Wundverschluß fotografiert und regelmäßig nachkontrolliert. So liegen dem Atlas Erfahrun­ gen von mehr als tausend eigenen Eingriffen zugrunde. Das Buch ist aus der Praxis für die Praxis geschrieben; es möchte dem handchirurgisch Ratsuchenden eine Entscheidungshilfe für sein Vorgehen und eine möglichst umfassende, praxisnahe Operationsanleitung geben. Aus dieser Absicht ergaben sich für die Zusammenstellung und den Aufbau des Atlas bestimmte Grundsätze: Es sollten nur Operationsmethoden Eingang finden, die sich bei uns bewährt haben. Die kritische Beurteilung langfristiger Ergebnisse battle hier­ für ausschlaggebend.

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Abb. 2). Die Daumenkuppe kann wegen der radialen Klinodaktylie nicht beim Greifen eingesetzt werden. Zur Vertiefung der Commissur genügen zwei Schwenklappen nach Art einer ZPlastik. Nach Korrektur der Daumenlängsachse besteht auf der Streckseite des Daumens ein Hautüberschuß. Dieser Bezirk wird am Ende der Operation reseziert (schraffiert) Abb. 2 Teilansicht von palmar. Beide Schwenklappen (a, 1) sowie die palmaren Gefäße und Nerven sind dargestellt. Die Gefäßgabel liegt weit distal in der Commissur.

Die Veränderungen sind -von wenigen Ausnahmen abgesehen - äußerlich 30 nahezu seitengleich. Numerische Abweichungen gehören nicht zum eigentlichen Syndrom. In morphologischer, funktioneller und therapeutischer Hinsicht können drei Schweregrade unterschieden werden: Allen Formen gemeinsam ist eine enge, totale Syndaktylie der Finger II- IV mit Verwachsung der Fingerkuppen, durchgehendem Nagelband und meistens auch peripheren Synostosen (Akrosynostosen II- IV) sowie eine zumindest partielle Syndaktylie des V.

Apert-Hand" vom Typ I; der plumpe Daumen ist gut abgegrenzt, die erste Commissur aber flach. Die nach ulnar deviierte, dysplastische Grundphalanx des Daumens besitzt in etwa Trapezform und eine anomale Epiphyse (s. Abb. 2). Die Daumenkuppe kann wegen der radialen Klinodaktylie nicht beim Greifen eingesetzt werden. Zur Vertiefung der Commissur genügen zwei Schwenklappen nach Art einer ZPlastik. Nach Korrektur der Daumenlängsachse besteht auf der Streckseite des Daumens ein Hautüberschuß. Dieser Bezirk wird am Ende der Operation reseziert (schraffiert) Abb.

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