Geschichte der estnischen Literatur by Cornelius Hasselblatt

By Cornelius Hasselblatt

Offers an account of the Estonian literature from the beginnings onwards. With its index, accomplished bibliography and knowledge, this paintings serves as a guide, reference, and as an creation to the ecu literature and its authors and their works.

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Für die Trennung zwischen dem IV. (Ende des 19. Jahrhunderts) und V. Kapitel (Beginn des 20. Jahrhunderts) können nur quantitative Gründe angeführt werden, denn Professionalisierung und Diversifizierung verlaufen Hand in Hand. Da aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine bemerkenswerte Vermehrung der Textproduktion eintrat – in den ersten 17 Jahren des 20. Jahrhunderts war die Gesamtbuchproduktion mit 4000 Titeln beinahe ebenso hoch wie in den dreieinhalb vorangegangenen Jahrhunderten (1525–1900: 4371 Titel) –, ist ein ausschließlich numerisch zu begründender Einschnitt beim Jahrhundertwechsel gemacht worden.

Hiervon unbeeindruckt machten sich die sowjetischen Machthaber an den Aufbau der neuen Sowjetgesellschaft Stalin’scher Prägung. –27. März 1949 noch einmal gut 20 000 Esten (als angebliche Kulaken, d. h. in sowjetischer Terminologie habgierige Großbauern) nach Sibirien deportiert wurden. So hat Estland in dem als »Schwarzes Jahrzehnt« zu bezeichnenden Zeitraum zwischen 1939 und 1949 fast ein Viertel seiner Bevölkerung durch Kriegsverluste, Flucht und Deportationen verloren. Hinzurechnen muss man hier noch die zahlreichen politischen Gefangenen, die den Stalin’schen Repressalien zum Opfer fielen.

Als erste Stadtgründung wird 1030 Tartu erwähnt, das der russische Fürst Jaroslav der Weise im Zuge eines Eroberungsfeldzugs gegründet habe. Genau genommen handelte es sich hier lediglich um die Anlage einer Burg zum Zwecke der Steuereintreibung an der Stelle einer Jahrhunderte alten estnischen Befestigung. Nur 30 Jahre später fand jedoch die Rückeroberung durch die Esten statt, so dass die russische Herrschaft hier Episode blieb. Die vermutete Ersterwähnung Tallinns als Koluvan oder einer ähnlichen, schwierig genauer zu benennenden Form auf der Karte des arabischen Reisenden Idrisi aus dem Jahre 1154 muss nach neuestem Kenntnisstand (Tarvel 2004) wohl in das Reich der Fabelwelt verwiesen werden, wenngleich eine Siedlung an der Stelle der heutigen Hauptstadt Estlands schon sehr lange bestanden haben mag.

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