Formen der Anschauung: Eine Philosophie der Mathematik by Stekeler-Weithofer, Pirmin

By Stekeler-Weithofer, Pirmin

Show description

Read Online or Download Formen der Anschauung: Eine Philosophie der Mathematik PDF

Best german_1 books

Praxisbuch Energiewirtschaft: Energieumwandlung, -transport und -beschaffung im liberalisierten Markt

Dieses Buch stellt technisches und wirtschaftliches Wissen ? ber die Energiewirtschaft zur Verf? gung - vor allem f? r die Entwicklungsphase von Energieprojekten. Es behandelt folgende Themen: Die Gewinnung von Prim? renergie und die Preisbildung im Wettbewerbsmarkt Die Beschaffung leitungsgebundener Energie im liberalisierten Markt und die Funktionsweise der Energieb?

Additional info for Formen der Anschauung: Eine Philosophie der Mathematik

Sample text

Es ist freilich zu klären, in welchem Sinn sie sich dennoch ,a priori‘ beweisen lassen und warum wir zu ihrer Kontrolle nicht einfach empirische Verhältnisse in der Welt beobachten und messen. Kants Antwort operiert mit einer doppelten Bedeutung des Wortes ,synthetisch‘, das sowohl für ,nicht-analytisch‘ als auch für ,konstruktiv‘ steht: In der Geometrie produzieren und reproduzieren wir spontan, also willentlich, geometrische Formgestalten. Diese sind im Unterschied zu den reinen geometrischen Formen (wie sie nur in der mathematischen Geometrie aufgrund eines streng normierten Gebrauchs von entsprechenden Redeformen existieren) zunächst reale Figuren oder Diagramme auf hinreichend ebenen Flächen.

Ein Weberschiffchen an sich für die Tätigkeit des Webens (Platon: Sophistes) taugt bzw. ein Lebewesen an sich fähig ist, seine artgemäße Lebensform (bei Platon und Aristoteles auch wieder: eidos) zu aktualisieren. In gewissem Sinn ,gilt‘, wie gesagt, sogar, dass Vögel an sich fliegen können. Ein Begriff ist daher nicht, wie in der Tradition Freges, bloß eine Klassifikation von Gegenständen (also im wesentlichen identisch mit Freges Sinn der entsprechenden Mengenbenennung), sondern immer schon, wie der Inferentialismus von Sellars und Brandom sagt, mit materialen Schlussformen verbunden.

5. Formen der Anschauung 31 zwischen Anschauungen von Figuren, Anschauungsurteilen über Figuren, und Aussagen über (ab jetzt a fortiori immer ,reine‘) geometrischen Formen. Dabei thematisiert die (elementare) Geometrie eben diese Formen der Anschauung, macht sie also zu Gegenständen theoretischer Rede. Wie das funktioniert, ist nicht in wenigen Worten zu sagen. Der Grund dafür, dass wir (reine, ideale) Formen nie als solche anschauen können, was auch immer Kant dazu sagen mag, liegt gerade darin, dass sie bloß als Gegenstände geometrischer Rede und damit des Denkens zu begreifen sind.

Download PDF sample

Rated 4.99 of 5 – based on 8 votes