Familienleben im Islam. Traditionen - Konflikte - Vorurteile by Rita Breuer

By Rita Breuer

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Mit demselben Ziel verweisen sie auf die Tatsache, daß das koranische Erbrecht nur einen Gattinnenteil vorsieht; dies sei ein Hinweis auf die Monogamie als Normalfall. Ihre Bestrebungen, die Polygamie im Namen des Islams bis auf wenige Ausnahmefälle zu verbieten, konnten sich allerdings nicht durchsetzen. Bis heute werden verschiedene Argumente zur Aufrechterhaltung dieser Institution vorgebracht. Dazu zählt an erster Stelle die Notwendigkeit zur Eheschließung, die gleichermaßen als Recht und Pflicht angesehen, werden kann.

Irreversible Methoden wie die Sterilisation dürfen nur bei schwerwiegender medizinischer Indikation vorgenommen werden, da dies einen Eingriff in den von Gott geschaffenen Körper des Menschen und seine Bestimmung bedeutet. Die Akzeptanz von Empfängnisverhütung im islamischen Denken hängt weitgehend von der zugrunde liegenden Motivation ab. So ist es zulässig, die allzu rasche Aufeinanderfolge von Schwangerschaften zu verlangsamen oder auf den gesundheitlichen Zustand der Mutter Rücksicht zu nehmen.

In den zahlreichen Schriften muslimischer Autoren zur Verteidigung der Polygamie wird stets betont, daß sie vor allem eine Versorgungsinstitution sei. Dabei wird davon ausgegangen, daß Frauen schlecht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen und zudem nicht durch eine demographische Schieflage zum Verzicht auf eine Heirat gezwungen werden sollen. Der Prophet Mohammed schloß nach dem Tod seiner ersten und bis dahin einzigen Ehefrau Khadija im Jahre 619 elf weitere Ehen und soll zeitweilig mit neun Frauen gleichzeitig verheiratet gewesen sein.

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