Die Philosophie der Antike by Wiebrecht Ries

By Wiebrecht Ries

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Lehrbuch der Algebra, 2. Auflage (Mit lebendigen Beispielen, ausführlichen Erläuterungen und zahlreichen Bildern)

Dieses ausf? hrlich geschriebene Lehrbuch eignet sich als Begleittext zu einer einf? hrenden Vorlesung ? ber Algebra. Die Themenkreise sind Gruppen als Methode zum Studium von Symmetrien verschiedener paintings, Ringe mit besonderem Gewicht auf Fragen der Teilbarkeit und schlie? lich als Schwerpunkt okay? rpererweiterungen und Galois-Theorie als Grundlage f?

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In diesem „Streit“ der Weltkräfte waltet die strenge Rechtsordnung der Dike. Darin liegt die Vertiefung eines Grundgedankens des Anaximander. Der „Krieg“ im Sinne eines Weltstreits ist „aller Dinge Vater“ (B 53). In diesem Heraklit-Wort klingt die homerische Formel für Zeus als den „Vater der Menschen und Götter“ auf entpersonalisierte Weise noch nach. Der Krieg ist nicht nur die Entzweiung des Lebens, sondern als ein universaler Grundzug des Ineinander-Verflochtenseins aller Lebensmächte ist er Grundmetapher für eine die Gegensätze umgreifende Einheit.

Den pythagoreischen Glauben an die Metempsychosis bezieht Empedokles auch auf sein eigenes Seelenschicksal, wenn er von sich bekennt (DK 31 B 117): Ja, ich ward schon einmal zum Jüngling und auch zur Jungfrau, Wurde Pflanze und Vogel und Fisch, stumm Fluten enttauchend. (Übersetzt von W. Kranz) Die Erde ist eine Stätte des Dunkels und des Jammers, eine überdachte Höhle, in welcher die Seele, von einer „Göttin“ umkleidet mit der fremden Hülle des Fleisches (DK 31 B 126), gefangen ist. Diese erstmals bei Empedokles belegte Vorstellung erweist sich als wirkungsmächtig vor allem im Blick auf Platons Höhlengleichnis in der Politeia und seine Unsterblichkeitslehre im Phaidon.

Chr. bestimmt. Im hohen Alter soll er um 445 v. Chr. gestorben sein. In seiner Vaterstadt hat er zunächst gemäß seiner Herkunft eine politische Rolle gespielt, sich dann aber unter dem Einfluss des Pythagoreers Ameinias aus dem politischen Leben zurückgezogen und sich einer kontemplativen, der „wissenschaftlichen“ Betrachtung verpflichteten Lebensform zugewandt. Zeugnis hierfür ist sein berühmtes in Hexametern verfasstes Lehrgedicht Über das Sein, das in zwei Teile zerfällt, die Lehre von der Wahrheit, dass das Sein ist und das Nichtsein nicht ist, und die Lehre vom Schein, in dem wir uns ständig in unseren sinnlichen Vorstellungen von der Welt und ihrem Anschein des ständigen Werdens und Vergehens bewegen.

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