Die mündige Welt I. Dem Andenken Dietrich Bonhoeffers. by Eberhard Bethge et al.

By Eberhard Bethge et al.

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Lehrbuch der Algebra, 2. Auflage (Mit lebendigen Beispielen, ausführlichen Erläuterungen und zahlreichen Bildern)

Dieses ausf? hrlich geschriebene Lehrbuch eignet sich als Begleittext zu einer einf? hrenden Vorlesung ? ber Algebra. Die Themenkreise sind Gruppen als Methode zum Studium von Symmetrien verschiedener artwork, Ringe mit besonderem Gewicht auf Fragen der Teilbarkeit und schlie? lich als Schwerpunkt okay? rpererweiterungen und Galois-Theorie als Grundlage f?

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Da Gott immer Subjekt bleibt, bleibt er "nichtgegenständlich". Bonhoeffer weist nach, daß sich dahinter der Kant'sche T r ans zen den tal i smus verberge. Der dann konsequente Versuch, "dialektisch" von Gott zu reden, sei aber nicht gläubiger als demütiges systematisches Denken. Denn "Gott ist nicht frei vom Menschen, sondern für den Menschen" (76). Christus ist das Wort der Freiheit Gottes, Gott ist da, d. h. nicht in ewiger Nichtgegenständlichkeit, sondern "habbar" , "faßbar in seinem Wort in der Kirche".

Hiervor ist Bonhoeffer zutiefst erschrocken: kämpfte man für eine vergehende Religion angesichts einer mündig gewordenen Welt? In einer letzten Skizze aus dem Gefängnis schreibt er: "Die evangelische Kirche: Pietismus als letzter Versuch, das evangelische Christentum als Religion zu erhalten; die lutherische Orthodoxie, der Versuch, die Kirche als Heilsanstalt zu retten; Bekennende Kirche: Offenbarungstheologie ... Entscheidend: Kirche in der Selbstverteidigung. Kein Wagnis für andere" (258/259).

Che auch soziologisch geredet werden muß, hat er gezeigt. Er will die Theologie an der konkreten, irdischen Kirche festhalten und sie vor der Verftüchtigung ins "Nichtgegenständliche" bewahren. Er hat hier einen Weg betreten, auf dem wir heute, nach 25 Jahren, noch kaum einige der so notwendigen Schritte weiter getan haben. Für den kommenden Kirchenkampf hat Bonhoeffer von vornherein eine klare und starke Ausgangsposition. Es ist für ihn kein Zweifel, daß es nicht ausreicht, daß das Wort rein verkündigt wird, auch in ihrer Gestalt darf die Kirche den "Christus als Gemeinde existierend" nicht verleugnen.

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