Steuerfreibeträge als Instrumente der Finanzpolitik by Peter Knief

By Peter Knief

Die vielfaltigen Freibetrage im deutschen Steuerrecht treten in der politischen wie in der wissenschaftlichen Diskussion immer mehr in den Vordergrund. Die Finanzwissenschaft bemuhte sich bisher in erster Linie darum, die Steuerwir kungen des "eigentlichen" Tarifs qualitativ und quantitativ mehr oder weniger genau zu bestimmen, was once ihr zum Teil nur schwer gelang. Dagegen fehlt es bisher an einer zusammenfassenden examine der Freibetrage, von denen die Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik heute so gern Gebrauch machen. Diese Vergunstigungen, die in ihrer Wirkung ebenfalls Bestandteil des Steuertarifs sind, wUl"den nach dem Zweiten Weltkl1ieg ein beliebtes device der Finanzpolitik. Sie weisen einerseits einen allgemeinen redistributiven Effekt auf, begunstigen oder benachteiligen ande rerseits gewollt oder ungewollt bestimmte Gruppen von Steuerpflichtigen oder bestimmte Wirtschafts zweige. Des ofteren widersprechen sie dem Wirtschaftssystem, noch haufiger dem Steuersystem. Bisweilen kehrt sich das angestrebte Redistri butionsziel sogar in das Geg.enteil um. Mangel der statistischen Unterlagen verhindern einen genauen Nachweis der Steu erwirkungen sowohl des "eigentlichen" Tarifs als auch der Freibetrage; ob dabei auch die Absicht mitspielt, steuerliche Begunstigungen zu gewahren, deren Wirkun gen der Diskussion nach Moglichkeit entzogen bleiben sollen, sei hier nicht erortert 1.

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Mikrobiell verursachte Endokarditis: Klinische und by Dieter Horstkotte

By Dieter Horstkotte

Mikrobiell verursachte Endokarditiden unterscheiden sich hinsichtlich der Klinik, der Prognose und der therapeutischen Erfordernisse von allen anderen Infektionserkrankungen. Die vorliegende Publikation ist das Resultat einer langjährigen klinischen und tierexperimentellen Beschäftigung mit diesem stets aktuellen Krankheitsbild. Es bietet purpose Handlungskonzepte für die häufigen Probleme der Diagnostik und Therapie. Die für den klinischen Alltag wichtigen konservativ-medikamentösen wie auch chirurgischen Therapiestrategien werden umfassend dargestellt. Dabei läßt die systematische Beobachtung einer großen Zahl von Endokarditispatienten über mehrere Jahrzehnte wichtige differentialtherapeutische Schlußfolgerungen zu.

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Immer schneller, immer mehr: Psychische Belastung bei by Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Gisa

By Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Gisa Junghanns, Martina Morschhäuser

​Zeit- und Leistungsdruck ist einer der zentralen Belastungsfaktoren in der heutigen Arbeitswelt. Der vorliegende Band vermittelt neue Erkenntnisse und wirft Forschungsfragen auf zum Wandel der Arbeit, zu psychischen Arbeitsbelastungen und zu Gestaltungsperspektiven. Der Schwerpunkt liegt dabei auf qualifizierter Dienstleistungsarbeit, einem Bereich mit zunehmender Relevanz für die Stressforschung. Der Forschungsstand und Ergebnisse aktueller Studien zur Thematik werden aus dem Blickwinkel namhafter Wissenschatlerinnen und Wissenschaftler sowohl aus Soziologie als auch Psychologie reflektiert.

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Handfehlbildungen: Atlas ihrer operativen Behandlung by Walter Blauth, Frank R. Schneider-Sickert (auth.)

By Walter Blauth, Frank R. Schneider-Sickert (auth.)

In den vergangenen 10-15 Jahren konnten große Fortschritte in der ope­ rativen Behandlung angeborener Fehlbildungen der Hand erzielt werden. Mehr und mehr wurde die bis dahin noch weit verbreitete Zurückhaltung gegenüber chirurgischen Eingriffen aufgegeben. Wesentlichen Anstoß zu die­ ser Entwicklung gab, zumindest im deutschsprachigen Raum, die Thalido­ mid-Katastrophe (1959-1962), in deren Verlauf eine überaus große Anzahl von Kindern mit Schäden an den oberen Gliedmaßen zur Welt kam. Die durchweg schweren, zudem sehr seltenen Deformitäten brachten eine Fülle von Problemen mit sich und stellten damit eine große Herausforderung an alle dar, die sich mit der Behandlung solcher Mißbildungen befaßten. Von hier gingen viele Impulse aus, die auf eine in Ausweitung begriffene Handchirurgie trafen und auf das Gesamtgebiet der Handfehlbildungen castle­ wirkten, mit dem sich gerade die Orthopädie seit jeher besonders eng verbun­ den fühlte. Idee und Vorarbeit zum vorliegenden Atlas reichen bis zum Jahre 1964 zurück. Seither wurden nahezu alle Operationen an mißgebildeten Händen systematisch festgehalten: Von der Hautincision bis zum Wundverschluß fotografiert und regelmäßig nachkontrolliert. So liegen dem Atlas Erfahrun­ gen von mehr als tausend eigenen Eingriffen zugrunde. Das Buch ist aus der Praxis für die Praxis geschrieben; es möchte dem handchirurgisch Ratsuchenden eine Entscheidungshilfe für sein Vorgehen und eine möglichst umfassende, praxisnahe Operationsanleitung geben. Aus dieser Absicht ergaben sich für die Zusammenstellung und den Aufbau des Atlas bestimmte Grundsätze: Es sollten nur Operationsmethoden Eingang finden, die sich bei uns bewährt haben. Die kritische Beurteilung langfristiger Ergebnisse battle hier­ für ausschlaggebend.

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