Blei in der Umwelt: Ökopsychologische und by Gerhard Winneke

By Gerhard Winneke

Die Entstehungsbedingungen psychischer Storungen im Sinne normabweichender kognitiver und/oder emotionaler Prozesse lassen sich u.a. als Folgen von Uber- oder Unterstimula tion auffassen, wobei zwischen sogenannten "inneren" und "ausseren" Reizen unterschieden werden muss (STEINGRUBER, 1976). Zu den inneren Reizen gehoren beispielsweise spezifische Stoffwechselstorungen, wobei als besonders markantes Bei spiel die Phenylketonurie (PKU) dienen kann, bei der ein isolierter Enzymdefekt ohne rechtzeitige therapeutische Intervention im Sauglingsalter zu schweren, bleibenden Intelligenzdefekten fuhrt. Als aussere Reize konnen Umwelteinflusse im weitesten Sinne gelten, additionally sozio-kulturelle, familiare, sowie physiko chemische Faktoren, deren Einwirken wahrend pra-, peri-, oder fruhen postnatalen Entwicklungsstadien mit langanhalten den bis irreversiblen Storungen der geistig-seelischen Ent wicklung verbunden sein konnen. Beispielhaft sei hier auf das von SPITZ (1945, 1946) zuerst beschriebene Hospitalis mus-Syndrom bei maternal deprivierten Kleinkindern, sowie auf die von BRONFENBRENNER (1968) klinisch, von ROSENZWEIG und SENNET (1969) im Tiermodell verifizierte Retardierung der mentalen Entwicklung bzw. der Hirnreifung durch Mangel an sensorischer Stimulation in fruhen Entwicklungsstadien verwies

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Unternehmerisches Denken in der Beschaffung setzt voraus, dass die Be schaffung im Betrieb nicht nur als verwaltungstechnischer Vorgang, son dern vor allem als marktbezogene Tatigkeit aufgefasst wird. Die vom Be schaffungsmarkt abhangigen Chancen und Risiken konnen in ahnlicher Weise wie die vom Absatzmarkt abhangigen eingeschatzt und bewusst in das betriebliche Erfolgs-(Gewinn-)streben eingespannt werden.

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1976). 2 4. 3. 2. 1 ~g/dl. S. 23). Bei Erwachsenen kommt sie relativ selten und dann frühestens bei Blut-Bleikonzentrationen deutlich oberhalb 120 ~g/dl zur Beobachtung (KEHOE, 1961), bei Kindern ab etwa 100 ~g/dl (CHISOLM, 1965). Häufiger als beim Er- wachsenen geht die Bleienzephalopathie im Kindesalter jedoch letal aus. Zahlenangaben schwanken zwischen 5 und 39% aller Fälle (EPA, 1977). ,1963; PERLSTEIN and ATTALA, 1966). Aus der umfangreichen Untersuchung von PERLSTEIN and ATTALA (1966) sind folgende Ergebnisse zu beachten: * EDTA = Ethylene-diamino-acetic-acid (Äthylendiamonitetraessigsäure) 27 49% der insgesamt 425 Kinder zeigten Spätfolgen, wobei Intelligenzdefekte überwogen.

B. niedr. , 1980) Tabelle '--~ Sc: S1\CHS et al. (1978) DAVID et al. ( 1976) et al. (1973) F'EJERMAN PUESCHEL et al. 2 ? 2 17-40 > 40 (~g/dl) Pb-BllJI' WISC/WPPSI Stanford-Binet V-IQ H-IQ G-IQ Raven-Matrizen HA-Beurteilung durch: c:rnNORS-Sk. elrrer) CONNORS-Sk. (Eltern) \'JERRY-WEIS-PEI'ERSSkala EEG, Neurologie Stanford-Binet WIRKUNGSMAßE K=88 K=87 K=85 K=30 Pb=87 Pb=90 Pb=87 Pb=36 nach Pb-Ausschwemmung: I II +AO. 3 +A 1. 1 Verbesserung der Symptane nach Pb-Ausschwenmmg A IQ=8 ( 1/2 Jahre nach Pb-Ausschwenmmg) ERGEBNISSE Veränderung neuropsychologischer Parameter nach Pb-Ausschwemmungs-Therapie mit Komplexbildnern K = 45, eh .

Bei Erwachsenen kommt sie relativ selten und dann frühestens bei Blut-Bleikonzentrationen deutlich oberhalb 120 ~g/dl zur Beobachtung (KEHOE, 1961), bei Kindern ab etwa 100 ~g/dl (CHISOLM, 1965). Häufiger als beim Er- wachsenen geht die Bleienzephalopathie im Kindesalter jedoch letal aus. Zahlenangaben schwanken zwischen 5 und 39% aller Fälle (EPA, 1977). ,1963; PERLSTEIN and ATTALA, 1966). Aus der umfangreichen Untersuchung von PERLSTEIN and ATTALA (1966) sind folgende Ergebnisse zu beachten: * EDTA = Ethylene-diamino-acetic-acid (Äthylendiamonitetraessigsäure) 27 49% der insgesamt 425 Kinder zeigten Spätfolgen, wobei Intelligenzdefekte überwogen.

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