Beschaffung und Lagerung: Betriebswirtschaftliche by Werner Kroeber-Riel

By Werner Kroeber-Riel

Unternehmerisches Denken in der Beschaffung setzt voraus, dass die Be schaffung im Betrieb nicht nur als verwaltungstechnischer Vorgang, son dern vor allem als marktbezogene Tatigkeit aufgefasst wird. Die vom Be schaffungsmarkt abhangigen Chancen und Risiken konnen in ahnlicher Weise wie die vom Absatzmarkt abhangigen eingeschatzt und bewusst in das betriebliche Erfolgs-(Gewinn-)streben eingespannt werden. Der allgemein hohe Anteil von Fremdleistungen an der betrieblichen Leistung zeigt die Bedeutung betriebswirtschaftlicher Fragen, die sich mit der Bereitstellung der Fremdleistungsguter auseinandersetzen. Fur ihre Beantwortung ist es notwendig, die Beschaffung und die zwischen Beschaf fung und Verbrauch der Guter geschaltete Lagerung als miteinander ver bundene und weitgehend verschmolzene Tatigkeitsbereiche zu sehen. Die vorliegende Darstellung untersucht die so verstandene unternehme rische (kaufmannische) Materialbereitstellung. Sie versucht in erster Linie die Ausgangs- und Ansatzpunkte sowie die Probleme abzustecken und zu erklaren, die fur die beschaffungspolitischen Entscheidungen (Entscheidun gen unter Unsicherheit) wesentlich sind. Alle mehr verfahrenstechnischen Fragen im Bereich der Materialbereitstellung werden nur am Rande be ruhrt. Praktische Beispiele aus mehrjahriger eigener Erfahrung sollen die theoretischen Ergebnisse veranschaulichen. Der Verfasser dankt Herrn Dipl.-Ing. Gerhard Arnold und Herrn Peter Weinberg fur ihre wertvolle Anregung und Hilfe. Berlin-Grunewald, im Februar 1966 Werner Kroeber Riet Inhaltsverzeichnis 1. Die Beschaffung . . . . . . . . . . . . . . . . . . nine 1. Betriebswirtschaftliche Bedeutung der Beschaffung. nine 2. Die Beschaffungspolitik . . . . . . . . . . . . . 12 a) Die Beziehungen der Beschaffungspolitik zur gesamten Betriebspolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

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Beschaffung und Lagerung: Betriebswirtschaftliche Grundfragen der Materialwirtschaft

Unternehmerisches Denken in der Beschaffung setzt voraus, dass die Be schaffung im Betrieb nicht nur als verwaltungstechnischer Vorgang, son dern vor allem als marktbezogene Tatigkeit aufgefasst wird. Die vom Be schaffungsmarkt abhangigen Chancen und Risiken konnen in ahnlicher Weise wie die vom Absatzmarkt abhangigen eingeschatzt und bewusst in das betriebliche Erfolgs-(Gewinn-)streben eingespannt werden.

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Das gilt unter anderem und vor allem für die organisatorischen Regelungen, die für Auftragsbestätigungen vorgesehen sind. Der Vertrag umschließt im allgemeinen nur die wichtigsten und die besonderen Vereinbarungen, er überläßt das Ausfüllen von Lücken und seine Ergänzung den Bestimmungen des geltenden Rechts. So enthalten in der Regel die Bestellungs- oder Lieferungsbedingungen, die Bestandteil des Vertrages sind31}, expressis verbis nur relativ wenige und grundlegende Abmachungen (z. B. über den Transport, den Gefahrenübergang, die Behandlung des Leergutes) und lassen der Auslegung weiten Raum.

Leistung, Transport, Zahlung, Gewährleistung und Mängelbeseitigung, Erfüllungsort, Gerichtsstand, Gesetzliche Bestimmungen. Die Beschaffung 53 Qualität und LiefeTfTist, die kaum durch das Beziehen auf eine Bezugsgröße vergleichbar gemacht werden können und bei der Lieferantenauswahl als wichtige Entscheidungskriterien neben die Preisabweichungen treten. Nicht zu übersehen sind die bei der Analyse der Lieferungs- und Zahlungsbedingungen nicht erkennbaren Unterschiede des tatsächlichen Verhaltens der Lieferanten zu dem kodifizierten Verhalten.

Jedesmal ist zu prüfen, ob die gefundenen Daten für den Betrieb unveränderlich und deswegen feste Ausgangsgrößen sind oder ob dem Betrieb eine strategische Beeinflussung in Richtung auf eine bessere Konstellation der Daten möglich ist. Eine Beeinflussung wird etwa durch Beschaffungswerbung oder durch Bildung von anderen Nachfragegewichten (Bildung von Einkaufsvereinigungen) erreicht. 14) Vgl. E. Schäfer: Betriebswirtschaftliche Marktforschung, 1954, S. 32 ff. 25) Vgl. Industrieller Einkauf in USA, RKW-Schrift Nr.

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