Abermals krähte der Hahn. Eine kritische Kirchengeschichte by Karlheinz Deschner

By Karlheinz Deschner

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Und wie den Christen, macht man schon den Essenern das Ausbleibende verständlich durch den Hinweis auf fürchterliche Vorstufen, die erst eintreten müßten, die »Herrschaft Belials« oder die »Endzeit des Frevels« 77. Die Rabbinen sprechen später vom »Wehen der Messiaszeit«. Je schlimmer es zugeht, um so näher rückt der köstliche Moment. Um 150 mahnt Justin, der bedeutendste Apologet des 2. Jahrhunderts, die Juden: »Eine kurze Zeit habt ihr jetzt noch, um euch uns anzuschließen; nach der Wiederkunft Christi wird eure Reue und euer Weinen keinen Wert haben« 78.

Sie wurden fast so vollkommen wie ihr Herr. Als selbst die Kunst sich mit ihnen beschäftigte, glaubten die Frommen wohl, die Apostel trugen schon zu Lebzeiten eine Gloriole ums Haupt. Selbstverständlich korrigieren die jüngeren Evangelisten auch Ungenauigkeiten oder offensichtliche Fehler des Markus. Verspeist beispielsweise bei ihm David die Schaubrote »zur Zeit  des Hohenpriesters Abjathar«, ignorieren dies Matthäus und Lukas, weil es zur Zeit des Hohenpriesters Ahimelech geschah. Markus hatte Ahimelech mit seinem Sohn Abjathar verwechselt 77.

Allein von Petrus wollen ein Evangelium, eine Apokalypse, das Kerygma und zwei Briefe im Neuen Testament herrühren, die jetzt sogar katholische Theologen dem Petrus absprechen. Konzedieren sie beim 1. Brief nur, daß ihn Petrus  nicht ohne fremde Hilfe verfaßt haben könne, weil er gar nicht befähigt gewesen sei, ein so gutes Griechisch zu schreiben 18, räumen sie die Fälschung beim 2. Petrusbrief unumwunden ein. Sein Autor habe den Namen des Apostels »geborgt«, um der Schrift, übrigens fast ein volles Jahrhundert nach Petri Tod entstanden, mehr Würde zu verleihen, was die literarischen Gepflogenheiten der Zeit gestattet hätten 19.

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